Nach der Grippe

 

In Dankbarkeit über eine sehr fein überstandene Grippe meiner Tochter bin ich motiviert ein paar Zeilen zu schreiben.

 

Voraus sei gesagt dass ich Impfungen und Antibiotika grundsätzlich nicht für unentbehrlich halte. ( in Ausnahmefällen ist es sicher toll dass es sie gibt –für mich also nur im Notfall zu verwenden und nicht als 1. Wahl bei normalen Krankheiten)

 

Radikaler Einstieg. Ich bin noch in einer Zeit aufgewachsen wo 4 Fach Impfungen und der Gleichen noch nicht am Markt waren. Da war die Pharmaindustrie wohl noch nicht soweit, denn um solche Produkte auch ordentlich vermarkten zu können muss dem voraus noch Angst bei den Menschen geschürt werden….Angst vor was? Gar den Tod? Oder was eigentlich?

 

Mein Mann hat als Kind so oft Antibiotika bekommen bis sogar die Wunden nicht mehr heilen wollten.Worauf hin seine Eltern auf immunstärkende Pflanzenpräparate umgestiegen sind….das war in den 70igern wo das Antibiotikum topmodern war.

 

Zu meiner Zeit in den 80igern war eine Behandlung mit Homöopathie auch noch sehr alternativ und wagemutig für viele, doch in meinem Fall hats funktioniert und ich bin froh dass es für mich ganz selbstverständlich geworden ist (auch mangels guter Erfahrung mit Hausärzten) , dass ich mir grundsätzlich selber helfen kann und maximal Fachärzte in speziellen Fällen und für Routineuntersuchungen aufsuche.

 

Ich bin der Meinung und da spreche ich auch aus eigener Erfahrung, da ich mit Homöopathie und Naturmittel aus Omas Schatzkiste aufgewachsen bin…dass jedes Kind im Stande ist eine Erkältung wie Grippe ( auch die Echte) oder eine Kinderkrankheit ( Scharlach, Windpocken,….) ohne Antibiotikum durchzustehen….ja zu meistern. Man nimmt Ihnen die Chance durch Fieber, das der Körper ja bekommt um mit den Viren fertigzuwerden alleine und aus eigener Kraft die Krankheit zu bewältigen und dadurch auch das eigene Immunsystem zu stärken…so dass sie diesen Viren beim nächsten Mal die kalte Schulter zeigen können =Doppelsieg!

 

Was brauchts dazu von Seiten der Eltern: Viel Hingabe, Geduld, Da Sein, Zuneigung, Verständnis, Hinhören was das Kind jetzt braucht…….

 

….in Bezug aufs Essen: wahrscheinlich ganz wenig bis gar nix….ist ok, denn der Körper braucht in dieser Zeit the whole energy zum wieder Gesunden.. und deshalb ist es meiner Meinung nach ganz wichtig genau hinzuhören was das Kind nun für Gelüste hat

 

Ich muss da auch immer wieder viel Fach Wissen um TCM, Ayurveda über Bord werfen….was denn nun besonders empfehlenswert ist….sind eben nur zwar ganz tolle und profunde Konzepte, doch weiß schlußendlich gerade in solch Zeiten jeder und auch jedes Kind am besten was es braucht…ich denke ab 4 Jahren kann man Ihnen da sehr viel zutrauen.

 

Ich bin der Meinung dass Kinder genau wissen was sie brauchen…(abgesehen von Gummibärli und Schoko –eh klar – bei Krankheit striktes Verbot von Zucker, sonst gerne auch Ausnahmen)

 

Bei uns wars zum Beispiel ein spezieller Kräutertee, den meine Tochter im Sommer selbst gesammelt hat…sehr einleuchtend dass sie der unterstützt in schwierigen Zeiten. Bewusst nenn ich nicht den Namen des Krautes, denn da hat jedes Kind einen eigenen Favoriten.

 

Rohkost vermeidet man auch normalerweise, doch soll man etwas Frisches auch nicht verwehren, wenn danach verlangt wird…werden wahrscheinlich eh nur ein paar Paprikastangerl sein, oder Apfelstücke oder ein frisch gepresster Saft….eben die notwendige Vitaminration

 

Natürlich liegt es an den Eltern ein gewisses Wissen über Nahrungsmittel und deren Wirkung mitzubringen um den Kindern dann auch ein bestimmtes Repertoire anbieten zu können…..denn was nicht auf dem Tisch steht und was das Kind nicht kennengelernt hat –danach kann es ja kaum verlangen!

 

Der Geschmackssinn ist was erlernbares, so gesehen hat man als Elternteil einen Auftrag diesbezüglich……nur hinsichtlich der ganz gewöhnlichen Nahrungsmittel die rund um ums herumwachsen…kein Kind braucht Superfoods aus Irgendwo um seinen Nährstoffbedarf zu decken.

 

Wähle aus der Vielfalt,möglichst Frisches, Regionales und aus nachhaltigem Anbau und „Essen sie nichts was Ihre Großmutter nicht als Essen erkannt hätte‘ – Titel von einem tollen Buch von Michael Pollan

 

Ausnahmen gibt’s auch in meinem Haushalt – doch das sind eben nur Ausnahmen, zeitgemäß, und sollten als solche mit Bewusstheit eingekauft werden.. ich zum Beispiel kann mirs ohne Avocados nur mehr schwer vorstellen…(hab schon versucht die anzupflanzen –geht net,….dafür hat der Feigenbaum schon mal 2 Früchte abgeworfen –jeahhh Sieg! )

 

Schlußwort: Jeder ist Einzigartig und braucht im Krankheitsfall eine einzigartige Behandlung!

 

 


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